Was man sonst noch so denkt.

Ich finde es übrigens immer wieder erheiternd, wie rechtskonservative, christliche Fundamentalisten die Juden aufgrund ihrer (offenbar aus einem unerfindlichen Grund vererbbaren) Schuld am Tode Jesu verachten und gleichzeitig Gott dafür danken, dass er seinen eigenen Sohn geopfert hat, um die Menschheit von den Sünden zu erlösen. Das ist in etwa so, wie wenn man es feiert, wenn ein Opferlamm geschlachtet wird und dann den bösen Schlachter hasst, der die Schlachtung durchgeführt hat. Bigotterie macht Spaß.

(Gleiches gilt übrigens auch für Judas, dessen Rolle in der Religionsgeschichte nicht immer so negativ bewertet wurde wie heute, sondern der einst auch als wichtiger Wegbereiter der Erlösung verstanden wurde. Aber es ist ja so viel einfacher, einen Sündenbock zu haben, nicht wahr? Wer weiss, vielleicht wird es einen fernen Tages Christen geben, die Jesus hassen, weil er ja der Träger aller Sünden der Welt war und somit von Gott zum Tode verurteilt wurde. Hach, die Interpretation von biblischer Moral ist schon was tolles, vor allem, wenn jeder die Sache mit dem Werfen des ersten Steins zitiert, um dann erst mal kräftig mit Steinen um sich zu werfen.)

[23.11.12]

 

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