Und der HERR sprach: „Merkste selber, ’ne?“

Dass religiös motivierte Gewalt irgendwie inhuman ist, ist ja nur meine persönliche Ansicht. Aber dass sie derart unlogisch und widersprüchlich ist, dass das eigentlich auch dem kackendümmsten religiösen Fanatiker selbst auffallen müsste, kann einfach nicht wegdiskutiert werden. Fundamentalistisch-religiöse Gewalt geht von zwei Prämissen aus: Erstens die, dass es einen allmächtigen Gott gibt.
Zweitens die, dass dieser Gott alle Ungläubigen tot sehen will.
Daraus ergibt sich, dass Gott logischerweise alle Ungläubigen eigenhändig töten könnte und dafür nicht irgendwelche halbstarken Realitätsverweigerer mit Sprengstoffgürteln bräuchte. Die Tatsache, dass nicht alle Ungläubigen schon längst von Gott ausgelöscht wurden, lässt nur drei logische Schlüsse zu:

1. Gott existiert nicht
2. Gott existiert und will, dass Ungläubige sterben, ist aber leider nicht allmächtig, weshalb er in diesem Punkt auf die Hilfe der Menschen angewiesen ist
3. Gott existiert und ist allmächtig, hat aber überhaupt kein Interesse daran, dass Ungläubige sterben, weshalb er auch keinen Finger rührt, um irgendjemanden zu töten.

Alle drei Optionen sind halt dummerweise nicht so ganz das, was irgendwelche selbsternannten Heilsprediger mit den Textinterpretationsfähigkeiten eines cracksüchtigen Schimpansen gerne hören würden, aber da diese Knilche eh nicht so weit denken, werden sie sowieso nie zu derartigen Erkenntnissen gelangen.

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2 Kommentare

  1. errollbundelfeuerstein · Oktober 22

    Na ja gut. Da spiel ich doch mal den advocatus diaboli / fanatici:
    Gott existiert, ist allmächtig, will sich aber logischerweise nicht selbst die Finger schmutzig machen. Er hat die Ungläubigen geschaffen, um die unerschütterliche Loyalität seiner Gläubigen zu ihm zu testen. Und jetzt kommst du! Muha!

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  2. zeilenimzeichendeszebras · Oktober 25

    Das Argument wird halt dadurch entkräftet, dass Gott nach christlichen und muslimischen Vorstellungen eigentlich will, dass seine Anhängerschaft vergrößert wird – und es da natürlich wenig hilfreich ist, wenn man potenzielle Gläubige tötet. Abgesehen davon ist der Tod eines Ungläubigen sowieso nicht sinnvoll, da in den abrahamitischen Religionen die Strafe für Unglaube nicht der Tod, sondern die ewige Verdammnis ist – und ziemlich eindeutig gesagt wird, dass in diesem Fall nicht der Mensch der Richter ist und gefälligst auch nicht Richter zu spielen hat.

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