Martin Lejeune: Volksverhetzung anzeigen!

Manchmal muss man seinen Morgen einfach mal mit einer Anzeige wegen Volksverhetzung beginnen. So auch, wenn Hobby-Hassprediger Martin Lejeune in seinem aktuellen Video mal wieder in neue Sphären der Perversion abdriftet, indem er den Holocaust leugnet und Juden den Feuertod wünscht.

Eine Strafanzeige ist übrigens ganz einfach, da die Polizei Berlin für Anzeigen einen selbsterklärenden Online-Dienst hat. Wer mitmachen will: Die Täterdaten lauten Martin Lejeune, Friedrichsgracht 56, 10178 Berlin. Geht ganz schnell und ist mit Sicherheit der legalste Weg, dieser islamistischen Schmalzlocke zu zeigen, dass manche Aussagen ab einer gewissen Grenze der Widerwärtigkeit nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt sind.

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Remember, remember the 9th of November.

Es ist immer noch November, also die richtige Zeit für einen kurzen Rückblick auf novemberliche Ereignisse der deutschen Geschichte. Normalerweise bin ich ja kein Freund von erklärten Witzen, aber da Vergleiche wie jener in der neuesten Zeichnung sehr schnell falsch verstanden werden, ein paar Worte dazu: Nein, ich will weder in Naidoos und Todenhöfers grenzdebiles „Die Muslime tragen den neuen Judenstern“-Horn stoßen noch die staatlich veranlassten Novemberpogrome auf eine Stufe mit den Taten geistig verwirrter Gruppen unserer Zeit stellen. Aber wer ernsthaft beabsichtigt, eine Wiederholung der Geschichte zu verhindern, sollte immer aufmerksam sein, wenn gewisse Parallelen zu unmenschlichen Entwicklungen der Vergangenheit auszumachen sind – und genau das war in den zurückliegenden Monaten der Fall.

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Gottes Schwachpunkt oder: Der apokalyptische Maultaschenkult.

Jeder Schwabe kennt die Legende von der Erfindung der Maultasche: Mönche im Kloster Maulbronn bekamen in der Fastenzeit spontan unstillbaren Heisshunger auf Fleisch, weshalb sie das verbotene Nahrungsmittel einfach in eine dünne Teigschicht einwickelten, um es vor den Blicken frommer Spielverderber zu verbergen. Allerdings wurde die hochbrisante Lehre, die wir aus dieser Geschichte ziehen, bisher nie beleuchtet: Da man das Fleisch durch die Maultasche nicht nur vor den Blicken der Äbte, sondern vor allem vor den Blicken Gottes verbirgt, lässt sich daraus die Erkenntnis ableiten, dass Gott alles sehen kann – es sei denn, es ist unter einer dünnen Teigschicht verborgen. So wie jeder andere Fantasy-Superheld hat also auch Gott seine Schwachstelle, nämlich Teig. Das hat auch Auswirkungen auf den Maultaschenproduktionsprozess: Da Gott auch die Herstellung der Maultasche beobachtet und somit sehen kann, was in den Teig gefüllt wird, müssen immer zwei Maultaschenfüllungen vorbereitet werden: Eine mit Fleisch und eine vegetarische. Diese beiden Füllungen werden daraufhin von einem professionellen Hütchenspieler, der mit Teighütchen arbeitet, so lange miteinander vertauscht, bis Gott nicht mehr weiss, unter welchem Hütchen sich die Fleischfüllung befindet. Erst dann kann diese in den Maultaschenteig eingerollt und verspeist werden, ohne ewige Höllenqualen zu riskieren. Natürlich wirft Gottes Teigschwachpunkt zahlreiche schwerwiegende religiöse Fragen auf:
– Sind Maultaschen nicht auch für gläubige Juden und Muslime eine Möglichkeit, die jüdischen und muslimischen Speisegesetze zu umgehen?
– Müsste man, um der Strafe für sündige Gedanken zu entgehen, statt einem Alu- einen Teighut tragen?
– Wäre die ultimative Lösung nicht, alle Sünden zukünftig nur in einem Lebkuchenhaus zu begehen?
 
Ich sollte dringend Theologie studieren und eine Doktorarbeit über dieses Thema verfassen.

Sad Statue of Liberty

„Klar läuft zur Zeit vieles falsch. In der Türkei wird eine Diktatur errichtet, in Deutschland ziehen wütende Mobs durch die Straßen und zünden Flüchtlingsheime an, in den Landtagen sitzt eine offen rechtsradikale Partei, in Frankreich sind die Hardcore-Nationalisten am Aufsteigen und in Syrien ziehen islamistische Feldherren erobernd und brandschatzend durch die Lande, während sich zig Nationen und Interessensgruppen gleichzeitig um das Land prügeln. Aber ich würde nicht so weit gehen, zu sagen, dass die Welt am Abgrund steht. Ich glaube, dass das alles noch zu retten ist und man die Konflikte mit der Zeit eindämmen wird. Also natürlich vorausgesetzt, dass Trump nicht Präsident wird. Dann gäbe es für die Menschheit natürlich keine Rettung mehr, das ist klar.“
– Ich, irgendwann im Frühjahr 2016