Israelinvasion, Teil 3: Jerusalem

Nicht-euklidische Dimensionslöcher im pandimensionalen Hogwarts der Religionen

Risin‘ up from the heat of the desert, risin‘ up for Jerusalem – nach anderthalb Wochen im Negev breche ich in die Heilige Stadt auf. Nach der meditativen Ruhe in Mizpe Ramon ist Jerusalem mit seinem chaotischen Verkehr, den pulsierenden Bars, den Baustellen und politischen und religiösen Plakaten und Demonstrationen ein Kulturschock. Das Herz des Wahnsinns liegt in der Altstadt; hier verdichten sich die kulturellen Spannungen, die tiefe Religiosität, die Kommerzialisierung und die jahrtausendealte Geschichte zu einer hirnsprengenden Reizüberflutung. Ein Strom von Menschen zieht mich an den Soldaten vorbei durchs Damaskustor in das dichte Gedränge der Händler und Marktschreier, ich kämpfe mir den Weg durch enge, verwinkelte Gassen, in die kein Licht fällt, weil sie aus Platzmangel mit anderen Straßen überbaut wurden, stolpere in eine Ausgrabung, versuche herauszukommen, lande aber im dazugehörigen Museum, dessen Ausgang durch den Gift Shop führt und als ich gerade glaube, die Straße wieder gefunden zu haben, bemerke ich, dass ich mich im Seiteneingang eines Klosters befinde. Ich verschwinde durch etwas, was ich für einen Seitenflügel halte, stoße aber urplötzlich auf ein Gedränge aus Souvenirhändlern, die sich auf mich stürzen und Preise von Dingen verhandeln wollen, die ich gar nicht kaufen will. Ich kann ihnen nur entkommen, indem ich eine Kippa für den vierfachen Marktpreis erwerbe und zu rennen beginne; dabei stoße ich aber mit einer Prozession von Pilgern zusammen, die mit Tränen in den Augen gemietete Holzkreuze die Via Dolorasa entlangschleppen; neben ihnen werden Dornenkronen in S, M, L und XL verkauft. Mehrere Touristenführer bemerken meine Desorientierung und wollen mir historische Touren andrehen. Ich kann ihnen entkommen, indem ich frage, wer von ihnen die besten Konditionen anbietet, woraufhin ein heftiger Streit zwischen ihnen ausbricht und ich in einer Wolke aus Weihrauch verschwinden kann, die von einer Prozession griechisch-orthodoxer Christen ausgeht. Diese wird in wenigen Sekunden mit den kreuzschleppenden Pilgern zusammestoßen und einen religiösen Konflikt über die Benutzungszeiten des Kreuzweges auslösen. Als sich der Weihrauch lichtet, stolpere ich eine Treppe hinunter, die in ein kleines Höhlensystem führt, das wohl offenbar mal eine antike Zisterne war und nun in einem arabischen Süßigkeitenladen endet, dessen Aussentreppe mich auf eine Straße führt, die über den Dächern anderer Häuser weitergeht. Hier ragen einige Kuppeln und Turmspitzen von zugebauten Kirchen aus dem Boden. Ich bin überfordert, mein Herz pulsiert stark. Ich will wieder zurück ins Hostel. Aber wo entlang? Habe ich nicht darauf geachtet, nur einen geraden Weg zu gehen, keine Abzweigungen zu nehmen, um nicht die Orientierung zu verlieren? Ich blicke hinter mich, aber da ist keine gerade Straße mehr. Ich gehe meinen Weg zurück, aber es sind nicht mehr die gleichen Straßen. Wo eben noch eine Gasse voller Gemüsehändler war, dringt mir nun der Geruch von Fisch und Rinderhälften in die Nase. Unter einem Torbogen sehe ich einen Souvenirshop, den ich kenne, aber der zuvor in einer völlig anderen Gasse war. Ich renne die Straßen entlang und treffe immer wieder auf die gleichen Abzweigungen, die gleichen Kirchen, die gleichen Hummusrestaurants. Ich bemerke, dass ich im Kreis laufe, weil alles, was ich für einen geraden Weg halte, in Wirklichkeit eine logarhythmische Raum-Zeit-Spirale nach innen ist, die sich bei jeder meiner Bewegungen in mehrere Alternativdimensionen aufspaltet, die durch unsichtbare Portale miteinander verbunden sind, weshalb ich ständig zwischen mehreren leicht voneinander abweichenden Realitäten wechsle. Die Treppen, die die verschiedenen Straßenebenen miteinander verbinden, wechseln, ähnlich jenen in Hogwarts, nach Belieben ihre Richtung und führen mich immer tiefer in die nicht-euklidischen Abgründe einer labyrinthischen Chaosstadt. Als ich endlich den Ausgang aus dem Damaskustor finde, geht gerade die Sonne unter. Ausserhalb der Stadtmauern sind nur wenige Stunden vergangen, durch die gekrümmte Raumzeit der Altstadt habe ich aber gerade mehrere Tage hinter mich gebracht. Es ist kein Wunder, dass Jerusalem das Herzstück dreier Weltreligionen ist, denn diese Stadt ist genau so, wie Religionen sind: Sie ist widersprüchlich, verwirrend, ergibt keinerlei Sinn und ist dabei unglaublich wundervoll.

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Striptease im heiligen Grab

Einen Tag später weiss ich, dass ich einen einheimischen Führer brauche, um mich erneut in die Altstadt zu wagen. Zum Glück treffe ich heute Y., den ich von seinem Erasmussemester in Deutschland kenne. Ich habe Y. Seit drei Jahren nicht mehr gesehen; er ist in Jerusalem geboren und aufgewachsen und studiert dort seit Jahren Philosophie. Als er mir den besten Hummusladen der Altstadt zeigt, beugen sich die eigensinnigen Straßen Jerusalems seinem Willen. Sie hören auf, ihre Richtung zu wechseln oder in andere Dimensionen zu führen. Die wirre Anordnung der Gassen, die alle gleich aussehen, ist für mich zwar immer noch nicht nachvollziehbar, aber unter der Führung von Y. bekommt das Chaos langsam seine Ordnung. Y. beschließt, mich mit in die Grabeskirche zu nehmen. Wenn Jerusalem das Herz des Wahnsinns aller Religionen ist, ist die Grabeskirche das Herz des Jerusalemer Wahnsinns. Hier streiten sich sechs christliche Konfessionen seit hunderten von Jahren um ihre Vertretung am heiligsten Ort der Christenheit; Kämpfe, die alle Blüten der Absurdität treiben: Die Leiter, die ein Hausmeister um die Jahrhundertwende nach dem Fensterputzen an einem der Hauptfenster der Fassade vergessen hat und die seither nicht entfernt wurde, weil sich die christlichen Gruppierungen nicht darauf einigen können, wem die Verfügungsgewalt über die Leiter gebührt, ist nur eines von vielen Beispielen dafür, in wessen Hand sich die Grabeskirche wirklich befindet: in der des Irrsinns. Um die Kämpfe zumindest ansatzweise einzudämmen, wurde die Schlüsselgewalt im siebten Jahrhundert einer muslimischen Familie übertragen, die das Hauptportal bis heute jeden Morgen auf- und jeden Abend zuschließt. Zu diesem Chaos an Interessen passt auch die Architektur des Gebäudes, das auf den ersten Blick gar nicht so recht als Kirche erkennbar ist: Bis auf die Frontseite und den kleinen Vorplatz ist das Gotteshaus von allen Seiten so sehr mit Wohnhäusern, Nebenkapellen, eigenen Kirchen und erhöhten Straßen zugebaut, dass man sie theoretisch mehrmals umrunden könnte, ohne auf den Gedanken zu kommen, dass hier irgendwo eine Kirche sein könnte. So gelange ich mit Y. auch nur über Umwege zu der Kathedrale: Unser Weg führt uns durch die gespenstische Enge zweier an die Grabeskirche angeschlossenenen und miteinander verbundenen armenischen Kapellen (die Via Dolorosa führt übrigens mitten durch sie hindurch) und über einen Vorplatz, der aufgrund der teilweise erhöhten Straßenstrukturen Jerusalems gleichzeitig auch ein Dach eines Nebengebäudes der Grabeskirche ist, um das sich aktuell die Kopten und die äthiopisch-orthodoxe Tewahedo-Kirche streiten. Wer glaubt, dass das schon verwirrend sei, hat die Grabeskirche noch nie von innen gesehen: Die Menge an unterschiedlichenen Ebenen, Altären, Seitenkapellen, Kellern und Galerien ist kaum in Worte zu fassen. Im ersten Stock ragt der Gipfel des Berges aus dem Boden, der angeblich Golgotha, die Kreuzigungsstätte Jesu, sein soll. Hier stehen Pilger Schlange, um sich unter einen winzigen Torbogen zu knien und den Stein zu küssen. Geküsst wird auch der Stein, auf dem der tote Jesus angeblich vom Kreuz genommen und gesalbt wurde; alte Damen kommen hier mit ganzen Plastiktüten voller kitschiger Heiligenfiguren aus den umliegenden Souvenirshops, um ihre neuen Einkäufe durch die Berührung mit der Reliquie zu heiligen. Mit diesen Stätten oder dem Zentrum aller Heiligkeit, dem angeblichen Grab Jesu (natürlich wird auch hier ein Stein von Pilgern geküsst), hält sich Y. nicht lange auf. Lieber zeigt er mir einen Geheimtip: Ein leeres Felsengrab in einer von syrischen Christen verwalteteten Seitenkapelle. Hier ist es stockdunkel; kaum sind wir hineingekrochen, höre ich ein Scheppern und ein Fluchen. Y. ist gegen ein Gefäß gestoßen, dessen Inhalt – offenbar gesegnetes Öl oder flüssiges Kerzenwachs – sich nun über seine gesamte Kleidung ergossen hat.

»Fuck, I can’t go out like this. I have to change my stuff. I’ve got some other things to wear in my bagpack. Cover me.«
»Wait. You want to change your clothes here?«
»Yes, just watch out that no one enters this grave.«
»Getting undressed in a tomb in the holiest church of christianity … Lifegoals!«

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Granaten für Elektrizität

Weniger religiös wird es dann abends, als mir Y. einen Geheimtipp zeigt: Das HaMafilla ist ein Fabrikgebäude aus dem neunzehnten Jahrhundert, das jahrzehntelang leerstand und keinen Besitzer mehr kannte, bis es von Künstlern besetzt und in ein Atelier voller Deckenmalereien und Installationen verwandelt wurde. Hier gibt es auch eine Bar, in der ich mit Y. und den Menschen, die ich aus Hostels oder aus Mizpe Ramon kenne, mehrere angenehme Abende verbringe. Ein Mal ist auch D. dabei, der als Security für jüdische Familien im muslimischen Viertel arbeitet. Das seien nicht irgendwelche Siedler, die palästinensisches Gebiet an sich gerissen hätten, erklärt er uns, sondern Familien, die schon lange vor der zionistischen Bewegung hier gelebt hätten und einfach nicht wegziehen wollten, als sich die Altstadt Jerusalems nach 1948 und nach 1967 immer mehr in jüdische und muslimische Viertel aufteilte und sie mit immer stärkeren Anfeindungen von ihren neuen muslimischen Nachbarn zu kämpfen hatten. D. selbst stammt aus einer iranischen Familie, wurde aber in Tel Aviv geboren. Gerne würde er seine Familienmitglieder persönlich sehen, aber als gebürtiger Israeli wird er den Iran nie besuchen können. Er flucht über diese und weitere Trennungen. Auch die Trennung der Stadtviertel nach Religionen sei eine schlimme Entwicklung. In Tel Aviv habe er immer als Kind mit den arabischen Kindern gespielt und da sei nie Hass oder Angst gewesen. Wenn Menschengruppen getrennt voneinander leben, nie miteinander Kontakt haben, entstünden Vorurteile. Ein Love & Piece-Verfechter ist er aber nicht. »They send us missiles and we send them free electricity. I don’t think that this is intelligent«, sagt er über den Gazastreifen; ob es von Deutschland klug sei, so viele Flüchtlinge aufzunehmen – insbesondere aus muslimisch geprägten Ländern – stellt er in Frage. Es ist eine dieser vielen politischen Diskussionen, die ich in Israel führe.

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Immer Ärger mit dem Tempelberg: Invasion der Knesset-Mitglieder

Nein, an politischen Diskussionsgrundlagen fehlt es in Israel nicht. Als ich eines Tages erneut den Tempelberg besuchen will, bin ich plötzlich von Kamerateams umringt. Sind alle etwa nur wegen mir hier? Das wäre doch nicht nötig gewesen! Plötzlich bemerke ich enttäuscht, dass die Aufmerksamkeit wider Erwarten nicht mir gilt, sondern einem barfüßigen Mann mit Kippa in Anzug und Krawatte, der dicht an mir vorbeiläuft und zig Securities im Schlepptau mit sich führt. Als ich später den Tempelberg verlasse, haben die Filmteams ihre Aufmerksamkeit auf eine Gruppe Jugendlicher verlagert, die ein Transparent hochhalten und Sprechchöre anstimmen. Ihnen gegenüber steht ein älterer Herr, der eine Flagge mit dem Abbild des Zweiten Tempels schwenkt und in Richtung der Demonstranten wütende hebräische Flüche in ein Mikrofon brüllt. Ich treffe auf eine Bekannte aus dem Hostel, die sich gerade mit einem jungen Israeli unterhält. Er erklärt uns, dass wir gerade Zeuge einer bedeutenden politischen Entwicklung werden: Nachdem der israelische Oppositionspolitiker Ariel Sharon 2000 den Tempelberg besuchte und damit die Zweite Intifada auslöste, war das Betreten des Areals israelischen und arabischen Politikern jahrelang untersagt. Als Netanjahu diesen Sommer aufgrund blutiger palästinensischer Aufstände die Metalldetektoren auf dem Tempelberg zähneknirschend wieder abbauen musste, sei dies eine Niederlage gewesen, die er nun durch ein Pilotprojekt wieder wettzumachen versuche, meint unser neuer israelischer Bekannter. In diesem Projekt sollen israelischen und arabischen Politikern regelmäßig Zeiten genannt werden, in denen sie das Gelände besuchen dürfen. Das sähen viele Regierungskritiker auf palästinensischer wie auf israelischer Seite als Verletzung arabischer Rechte. Eine Verletzung arabischer Rechte?, frage ich. Eigentlich klingt das doch wie eine salomonische Lösung: Araber und Israeli bekommen beide Zeiten zugeteilt, in der sie auf den Tempelberg dürfen. Gleiches Recht für alle, ist doch super. Unser Freund widerspricht: Die Besuchszeiten und die Weiterleitung der Informationen darüber würden ausschließlich von der israelischen Regierung gesteuert, was wohl darauf hinauslaufen müsste, dass arabische Politiker nicht über ihre erlaubten Besuchszeiten informiert würden – die ganze Geschichte sei nur eine Farce, um Netanjahus Ansehen nach der Metalldetektoren-Krise wieder aufzupolieren.

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Durch den Tunnel zu den Judenfeinden

Von der Demonstration haben wir genug gesehen. Y., unser neuer israelischer Freund, fragt uns, was wir in Jerusalem bereits gesehen haben. Als ich ihm erzähle, dass ich heute morgen die Tunnel unter der Klagemauer besichtigt habe, winkt er ab: Wenn ich alte Tunnelsysteme möge, gäbe es etwas viel spannenderes. Er führt uns aus der Stadtmauer heraus zu einem kleinen Ort, an dem wir Eintritt bezahlen und dann viele Stufen hinab in ein Höhlensystem steigen. In der Zeit König Davids wurde dieser Ort als Zisterne genutzt. Nach einigen weiteren Stufen befinden wir uns in einem langen, stockdunklen Gang, der knöcheltief mit Wasser gefüllt ist – ein antikes Wasserversorgungssystem. Hunderte Meter waten wir in der Dunkelheit durch die immer enger werdenden Gänge. Das eiskalte Wasser reicht uns bald bis zu den Knien, bald bis zu den Oberschenkeln. Als wir endlich wieder ans Tageslicht kommen, ist Y. negativ überrascht: Der Ausgang befindet sich mitten in einem Stadtviertel, das für seine judenfeindlichen Bewohner bekannt ist. Er sagt, dass ihn die Dame im Tickethäuschen hätte warnen müssen – für ihn ist es nicht ganz ungefährlich, die Straßen hier zu durchqueren.

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Pimmelfreiheit gegen Fundamentalismus

Nachdem wir nun genug historische und politische Exkurse hatten, wird es nach Y.s Meinung Zeit für kulinarische Kultur: In Israel ist es vollkommen üblich, Menschen, die man eben erst kennen gelernt hat, zum Essen einzuladen, und so nimmt uns Y. mit zum besten Hummus- und Falafel-Restaurant Jerusalems. Auf dem Weg dorthin möchte Y. eine Abkürzung durch eine Straße nehmen, an deren Eingang ein militärischer Kontrollpunkt steht. Als Y. unauffällig durchspazieren möchte, wird er aufgehalten und nach Name und Adresse gefragt. Er versucht, sich als Anwohner auszugeben, fliegt aber auf und wird abgewiesen. Wir fragen ihn, was das eben sein sollte. Er antwortet, dass er eben versucht hat, uns eine weitere kleine Attraktion zu zeigen: In der Straße, die wir eben betreten wollten, steht das Haus von Benjamin Netanjahu. Statt politischem Sightseeing gibt’s jetzt also doch nur einen Restaurantbesuch mit mehreren Sorten Hummus, Pita und Tchina, göttlichen Falafeln, Kichererbsen und gefüllten Weinblättern. Daraufhin lädt uns Y. noch zu sich nach Hause ein – in Deutschland vollkommen undenkbar, in Israel ganz normal. Wir verbringen Stunden damit, auf dem Balkon zu sitzen, israelische Schokobällchen zu futtern über das Leben in Israel, seinen Wehrdienst und die verrückten Orthodoxen in Jerusalem zu sprechen. Die Orthodoxen regen ihn gewaltig auf, vor allem ihre nervigen Kleidervorschriften: Nirgendwo könne man sich noch frei bewegen, ohne, dass jemand rumstänkert, man solle gefälligst seine Knie bedecken, wir seien hier ja schließlich nicht im Bordell. Y. wehrt sich dagegen – mit Nacktheit. Nacktheit könne ein politisches Statement sein, findet er. Wenn er Joggen geht, trägt er dabei deshalb auch immer nur Schuhe und seine kürzesten Shorts, sonst nichts. Wenn die sich durch seinen Oberkörper beleidigt fühlen, sollen sie halt nicht hinschauen. In seiner eigenen Wohnung trägt er dann sowieso, was er will – nämlich am liebsten gar nichts. Und da sein Balkon mit zur Wohnung gehöre, gehe er auch immer nackt auf den Balkon, um seine Blumen zu gießen. Sollen die Orthodoxen in ihrem Viertel ruhig ihre schwarzen Mäntel tragen, auf Y.s Balkon herrscht Pimmelfreiheit.

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