Victim Blaming in Jerusalem

„Wenn die israelische Regierung keine Attentate und blutigen Krawalle in Jerusalem will, soll sie einfach die Metalldetektoren am Tempelberg deinstallieren“ klingt für mich irgendwie immer wie „Wenn Frauen nicht vergewaltigt werden wollen, sollen sie halt kein Pfefferspray mitnehmen“.

unboliddisch.

Auf jedes »Ich bin unpolitisch« folgt ein »Egal ob links oder rechts, Extreme sind immer scheisse«. Und darauf folgt immer ein »Die Linken sind genauso schlimm wie die Rechten«. Und darauf folgt immer ein »Antifaschisten sind die neuen Faschisten«. Und darauf folgt immer ein »Feministinnen, Veganer, Antikapitalisten und der Zentralrat der Juden sind schlimmer als SA und SS zusammen«. Und darauf folgt immer ein »SCHEISS ZECKEN IMMER FESCHDE DRUFF AUF DES DRECKSPACK HAUPTSACH AUFS MAUL HITLER HITLER HAHA GEIL«. Und darauf folgt immer ein »Ich bin unpolitisch«.

Weltflucht.

Nach den Wahlergebnissen in der Türkei wollte ich mich erstmal in beruhigende Fantasiewelten flüchten und hab mir mal wieder ein paar Star-Wars-Filme zu Gemüte geführt. Total seltsame Story irgendwie. Da geht’s um den Präsidenten einer demokratischen Republik, der aufgrund innen- und aussenpolitischer Spannungen den Ausnahmezustand ausruft, um sich selbst mehr politische Macht zu geben, dann einen Putschversuch fingiert, um seine Gegner niederzuschlagen, anschließend die Verfassung ändert, um sich zum Imperator auszurufen und einige Jahre später den Senat auflöst und fortan Alleinherrscher ist. Zum Glück ist das nur Science Fiction, das wär schließlich echt schlimm, wenn so was in der Realität passieren würde.

Das Evangelium des Zebras

Liebe Theologen, liebe Kirche, liebe Gläubige. Heute morgen unter der Dusche kam mir die Antwort auf die Theocidee, womit ich nun endlich eine Jahrtausende währende religiöse Debatte beenden kann. Die Antwort darauf, warum Gott schreckliche Dinge geschehen lässt, ist ganz einfach, dass er so ein bisschen wie ich ist: Vergesslich, verplant und prokrastinierend. Ein Gespräch mit Gott könnte in etwa so ablaufen:
„Hey, Gott! Warum hast du die Israeliten von den Ägyptern gefangen nehmen lassen?“
„Ey, da kann ich überhaupt nichts dafür! Daran sind die Ägypter selbst schuld!“
„Aber du hättest dein Volk doch mit einer Armee Engeln verteidigen können?“
„Äääähhhh, ja schon, aber da war ich gerade nicht im Büro und ich hatte grade die Kontaktdaten der Engel verlegt und, äh …“
„Und wie hast du dein Volk aus dieser Situation gerettet?“
„Ich habe so lange irgendwelche Plagen auf die Ägypter gehetzt, bis sie klein beigegeben haben!“
„Hättest du dem Pharao nicht einfach mal die Befreiung der Israeliten befehlen können, anstatt gleich einen Völkermord zu begehen?“
„Oh, öhm … Stimmt, auf die Idee bin ich jetzt nicht gekommen, aber ich merk’s mir fürs nächste Mal.“
„Und wie kann es sein, dass dein Volk danach vierzig Jahre lang durch die Wüste wanderte, obwohl es von dir geführt wurde?“
„Alter, ich kenn mich in der Wüste jetzt auch nicht sooo gut aus und die Landkarten sind auch scheisse, bei diesen analogen Dingern kann man eben nicht die kürzeste Route berechnen und wer kann auch ahnen, dass man die immer so halten muss, dass Norden nach oben zeigt?“
„Und wo warst du, als Pompeji von Lava verschluckt wurde?“
„Ich hab das nicht mitbekommen, ich war da grade … nicht da.“
„Du lagst den ganzen Tag bekifft am Seerhein.“
„Der Tag davor war aber auch anstrengend, okay?!“

Ich kann mich auf einmal so gut mit dem Typen identifizieren.

Episode fünfeinhalb: Die Überwindung faschistoider Strukturen des Galaktischen Imperiums

[Aus den dicken Schichten der roten Wolken des Planeten SOZIOS IV schält sich ein X-Wing-Fighter und setzt zum Landeanflug auf der Plattform des kommunalen Hauptquartiers an. Das Cockpit öffnet sich, Luke Skywalker steigt aus und schreitet auf den Eingang zu. Aus dem Fenster des Plenarzimmers wird er von Genosse Philin beobachtet.]

Genosse Philin: „Master Skywalker ist soeben gelandet.“
Genosse Bastin: „Skywalker, einfach nur Skywalker. Die Nennung eines Titels impliziert einen Klassenunterschied und ist somit strukturell unterdrückerisch. Der Begriff ‚Genosse’ ist noch akzeptabel, da er unabhängig von offiziell verliehener oder sozial konstruierter Macht für jedes Mitglied des Kollektivs steht und somit keine strukturellen Unterschiede, sondern eine strukturelle Gleichheit impliziert.“
Genossin Zorin: „*innen.“
Genosse Bastin: „Was?“
Genossin Zorin: „Es heisst Genoss*innen. Der generische Maskulinum ist ein Relikt patriarchaler Herrschaftsstrukturen, die überwunden werden müssen.“
Genosse Merlin: „Überhaupt bin ich mir nicht sicher, ob ein Begriff, der nur für Mitglieder des …“
Genossin Zorin: „*innen.“
Genosse Merlin: „… ja, richtig, entschuldige … Nur für Mitglieder*innen des Kollektivs gedacht ist, unserem Anspruch auf Gleichheit gerecht wird. Schließlich werden auf diese Weise Personen, die nicht unserer sozialen Gruppe angehören, sprachlich bereits ausgegrenzt, bevor sie eine Chance hatten, Teil unserer Gruppe zu werden.“
Genossin Zorin: „Richtig. Unsere Ingroup Love kann auf diese Weise sehr schnell in einen Outgroup Hate umschlagen, der faschistoide Denkmuster reproduziert.“
Genosse Philin: „Alles klar. Haben wir einen Konsens, dass wir ab sofort auf den Begriff Genoss*in verzichten, um keine sozialen Grenzen zu ziehen? Dann trage ich das so ins Protokoll ein.“
Alle: „Geht klar.“

[Die Tür des Plenarzimmers öffnet sich. Luke Skywalker tritt ein. Alle Anwesenden erheben zum Gruß die linke Faust.]

Skywalker: „Sehr geehrte Mitglieder des sozionischen Kollektivs, ich grüße Sie. Dass Sie mich als Botschafter der Rebellenallianz begrüßen, ist mir eine große Ehre.“
Merlin: [flüstert Bastin ins Ohr] „Na toll, keine drei Sätze gesprochen und schon nutzt der archaische Begriffe wie Ehre. Wenn er jetzt noch von Land, Blut und Boden anfängt, können wir rechtsnationales Bullshit-Bingo spielen …“
Zorin: „Setzen Sie sich, Skywalker. Um in unserem Plenum möglichst schnell einen Konsens zu finden, möchten wir sofort zum Punkt kommen. Sie möchten versuchen, das Volk von Sozios IV für Ihren Kampf gegen das Galaktische Imperium zu gewinnen. Dazu müssen wir Ihnen gleich zu Beginn sagen, dass wir erstens den Begriff Volk ablehnen …“
Merlin: „Hat er echt Volk gesagt? Gilt das für mein Bullshit-Bingo noch oder gelten nur alle Sachen, die er sagt, seit das Spiel begonnen hat?“
Zorin: „… und zweitens, dass die Bewohner*innen des Planeten Sozios IV keinesfalls mit dem Sozionischen Kollektiv gleichgesetzt werden können. Wir vom Kollektiv stehen für eine pluralistische Gesellschaft ohne nationale oder planetare Grenzen, weshalb es allen Bewohner*innen dieses Planeten frei steht, unserem Kollektiv beizutreten oder nicht. Selbst, wenn das Kollektiv zu dem Konsens gelangen würde, sich dem antiimperialistischen Kampf der Rebellion anzuschließen, könnten wir diese Entscheidung also nicht den restlichen Sozioner*innen aufzwängen, da wir keine herrschende Klasse sind und auch keine solche sein wollen.“
Skywalker: „Ich verstehe. Nun, ich bin der Ansicht, dass die Rebellion und das Sozionische Kollektiv generell sehr ähnliche Interessen und politische Ziele verfolgen, wie zum Beispiel der Kampf gegen die unterdrückerische und gewalttätige Tyrannei des Imperiums …“
Philin: „Wenn ich mich da mal kurz zu Wort melden dürfte: Noch bin ich mir unsicher, wie sehr es den Rebellen um eine Überwindung der faschistoiden Strukturen der imperialen Militärdiktatur geht und wie sehr einfach nur antiimperialistische Ressentiments eine Rolle in Ihrem Widerstand spielen.“
Skywalker: „Können sie das präzisieren?“
Philin: „Nun, Sie sprechen davon, die unterdrückten Völker der Galaxis zu befreien und beziehen sich dabei positiv auf das Zwangskollektiv „Volk“. Antiimperialist*innen sehen sich ja gerne als Friedensfreunde, setzen sich aber nur dann gegen Kriegstreiberei ein, wenn Sie damit die von Coruscant ausgehende Großmacht diskreditieren können. Diese Parteinahme gegen Coruscant geht so weit, dass sich Antiimperialist*innen regelmäßig mit Schlächtern wie den Hutten, den Schmugglerbanden von Bespin oder monarchistischen Herrschaftsstrukturen wie Alderaan solidarisieren. Ich hörte, dass Teile der Rebellion sogar von der alderaanischen Prinzessin Leia Organa angeführt werden.“
Skywalker: „Die Herrschaftsfamilie der Organas war bereits vor Errichtung des Imperiums Teil des Galaktischen Senats und wirkte somit aktiv an der Demokratie mit. Ich kann Ihnen versichern, dass das Führen des Adelstitels nur noch traditionelle Gründe hat und keinen Einfluss auf die politische Macht von …“
Merlin: „Okay, „Macht“ kann ich beim Bullshit-Bingo abhaken.“
Bastin: „Aber da sind wir doch schon am Punkt: Was ist das Ziel Ihrer Rebellion? Welches System wollen Sie nach dem Sturz des Galaktischen Imperiums etablieren? Die Geschichte hat die Handlungsunfähigkeit der Galaktischen Republik doch eindeutig gezeigt. Welche Alternative schwebt Ihnen vor?“
Skywalker: „Handlungsunfähigkeit? Ich bitte Sie, das war ja wohl kaum der Grund für den Zerfall der …“
Philin: „Bastin, da muss ich dir ebenfalls widersprechen. Der Narrativ, nach dem die bürokratischen Hürden der Demokratie den Austritt der Separatisten forciert hätten, ist eine vom Imperium propagierte Geschichtsklitterung, die die Demokratie als solche delegitimieren soll.“
Bastin: „Trotzdem muss ich auf dem Recht der Separatisten beharren, sich von der Herrschaftsgewalt der Republik zu trennen. Auch das muss Teil unserer Forderung nach Pluralismus, Freiheit und Souveränität sein!“
Philin: „Mit dieser Denkweise unterstützt du nicht nur antiimperialistische Ressentiments, sondern bewegst dich gefährlich nahe an völkischen Ideologien, die die von kulturellen Grenzen befreite Zusammenarbeit von galaktischen Kollektiven erschwert.“
Zorin: „Vielleicht diskutieren wir das an anderer Stelle und konzentrieren uns zuerst auf das Wertesystem der Rebellion. Ich finde es zum Beispiel begrüßenswert, dass – anders als im Imperium – eine Teilhabe von Personen unabhängig von Hautfarbe, Herkunft, Spezies oder Geschlecht stattfindet. Mit Mon Mothma wurde selbst der höchste Rang Ihres politischen Systems mit einer cis-weiblichen Person besetzt.“
Merlin: „Aber allein schon, dass wir hier von Rängen sprechen, beweist doch nur wieder, dass es auch in der Rebellenallianz Klassenunterschiede gibt.“
Zorin: „Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Mich hat eher gestört, dass wir hier immer noch in männlich-weiblichen Kategorien denken. Aber immerhin sind auch Homosexuelle Teil der Rebellion.“
Philin: „Ja? Wer denn?“
Zorin: „Na komm schon, R2-D2 und C3-PO sind doch eindeutig ein schwules Pärchen.“
Philin: „Bist du dir da sicher oder stützt du dich da nur auf heteronormative Stereotype?“
Zorin: „Bezeichnest du mich etwa als heteronormativ?!?“
Bastin: „Wie sieht es denn mit der Inklusion von Behinderten aus?“
Merlin: „Menschen mit Behinderung.“
Bastin: „Was?“
Merlin: „Es heisst „Menschen mit Behinderung“, nicht „Behinderte“. Es ist diskriminierend, Menschen mittels Begrifflichkeiten auf ihre Behinderung zu reduzieren.“
Zorin: „Warum eigentlich „Mensch mit Behinderung“? Wir reden hier über eine Teilhabe aller an der Gesellschaft und dann kommt so ein plumper Speziezismus, mit dem wir Angehörige aller anderen Spezies ausschließen. Auch ein Wookie kann eine Behinderung haben, oder ein Twi‘lek oder ein Java …“
Bastin: „Entschuldige. Philin, trage bitte ins Protokoll ein, dass wir zu dem Konsens gekommen sind, ab sofort nur noch den Begriff „Person mit Behinderung“ zu nutzen. Also, wie funktioniert Inklusion bei euch?“
Skywalker: „Öh … Obi-Wan Kenobi ist immer noch aktives Mitglied der Rebellion, obwohl er im Kampf so schwer verwundet wurde, dass er tot ist. Ich glaube, mehr Inklusion geht nun wirklich nicht.“
Bastin: „Ihr habt Tote in der Rebellion?“
Geist von Obi-Wan: „Es gefällt mir ganz und gar nicht, wie ihr immer noch in diesen binären tot-oder-lebendig-Kategorien denkt. Ich würde mich eher als life-fluid sehen.“
Skywalker: „Können wir uns nicht endlich mal auf wichtigere Dinge konzentrieren als auf ideologische Details? Wenn wir uns um solchen Kram streiten, sind wir einfach nicht handlungsfähig! Das Imperium diskutiert auch nicht über Parteiprogramme!“
Philin: „Oh, das klingt nach dem Ruf nach einer starken Hand! Ist da jemand etwa ein Diktatorenversteher?“
Skywalker: „Versteht ihr denn nicht? Jede Sekunde, die wir zögern, fordert nur weiteres Blut von Unschuldigen, das …“
Merlin: „‚Blut’ kann ich auch von der Bullshit-Liste abhaken.“
Skywalker: „… nur zu Zwecken der Einschüchterung vergossen wird. Schaut euch nur Alderaan an!“
Philin: „Instrumentalisierst du hier etwa einen Genozid für deine eigene Agenda?“
Bastin: „Überhaupt, hast du eigentlich eine Ahnung, wie viele Soldaten …“
Zorin: „*innen!“
Basti: „Nein, ich rede nur über die Stormtrooper, da gibt es aufgrund der sexistischen Politik des Imperiums gar kein Frauen … Also, hast du eigentlich eine Ahnung, wie viele Stromtrooper bei der Zerstörung des Todessterns getötet wurden?“
Philin: „Moment mal! Soll das hier etwa ein whataboutism mit faschistoidem Opferkult werden? Die Zerstörung des Todessterns war ein Akt der Selbstverteidigung! Was du hier betreibst, ist Täter-Opfer-Umkehr!“
Merlin: „Was mich eher interessieren würde: Wenn wir schon über Pluralismus sprechen, warum gibt es denn da eigentlich religiöse Grenzen in der Rebellenallianz? Soweit ich weiss, ist den Jedi der Eintritt in die Rebellion gestattet, den Sith aber nicht …“
Skywalker: „Soll das ein Witz sein? Die Sith waren die geistigen Führer der Errichtung des Imperiums und haben das Kommando zum Massenmord an den Jedi gegeben! Die Jedi wurden von den Sith und ihren Schergen auf dem Grund und Boden des Jedi-Tempels ausge– …“
Merlin: „Boden kann ich auch von der Liste streichen.“

[Die Tür öffnet sich. Ein leicht bekiffter, bärtiger Sozioner betritt den Raum. Alle Anwesenden heben ihre linke Faust zum Gruß.]

Alle: „Hallo, Gregorin!“
Gregorin: „Sorry, dass ich zu spät bin, aber in diesem Scheisskaff im Outer Rim gibt es nur so total beschissene Verbindungen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln … Hat das Plenum schon angefangen? Können wir nochmal von vorn starten, damit ich alles mitbekomme?“
Skywalker: „Ach, wisst ihr, ich glaube, die Rebellion braucht mich grade ganz dringend … Ich sollte mal zusehen, dass ich Land gewinne …“
Merlin: „Er hat „Land“ gesagt! Bingo! BIIIIINGOOOO!!!“

Homosexuelle Langeweile.

Es gibt meiner Ansicht nach wenige Themen, die langweiliger sind als Homosexualität. Auch andere von der Norm abweichende sexuelle Orientierungen sind keine sonderlich faszinierende Sache. Menschen haben Sex mit Menschen, die das gleiche Geschlecht haben wie sie selbst. Tjoa. Und weiter? Generell sind queere Ausrichtungen natürlich aus biologischer und psychologischer Sicht noch einigermaßen interessant (Gibt es ein Homo-Gen? Wie beeinflusst uns die frühkindliche Prägung beim Finden unserer Sexualität? Wie entsteht unsere Sexualität überhaupt?) und ab und zu eignen sie sich auch halbwegs brauchbar für Smalltalk auf Partys (Ach, ihr beide seid also schwul? Wie ist das denn: Kratzen Bärte beim Küssen weniger, wenn man selbst auch einen Bart trägt?), aber generell sollte es den Einzelnen ziemlich wenig jucken, was die Libido des mündigen Gegenüber so zum Kochen bringt. Die Einzigen, die trotz der offensichtlichen Banalität des Themas ständig darüber diskutieren wollen, wer jetzt wessen Geschlechtsteile wofür verwenden darf und wer nicht, sind homophobe Menschen. Diese Personen bestehen darauf, immer wieder öffentlich über ein Thema zu diskutieren, das eigentlich nicht viel Gesprächsstoff abgibt und genau genommen auch keinen Aussenstehenden etwas angeht. Die Pointe dabei: Homophobe sind gleichzeitig auch diejenigen, die sich immer darüber beschweren, dass dieses Thema in der Öffentlichkeit so sehr breit getreten wird. Alter, wenn ihr nichts von der Sexualität gleichgeschlechtlich Liebender mitbekommen wollt, dann hört doch einfach auf, die Sache totzudiskutieren.

»Aber die dürfen bei sich zuhause doch auch kein Kopftuch tragen!«

Wenig religiöse Symbole beschwören in Deutschland derart hitzige Debatten herauf wie der Hijab. Die Diskussion wird auf unterschiedlichen Teilbereichen des Problems ausgetragen: Sollten Lehrerinnen bei der Ausübung ihres Berufes Kopftücher tragen dürfen? Sollte es in staatlichen Einrichtungen ein Kopftuchverbot geben? Wenn ja, nur für Angestellte des Staates oder auch für aussenstehende Besucher der jeweiligen Institutionen? Wäre ein generelles Kopftuchverbot im gesamten öffentlichen Raum sinnvoll? Und wie geht man im Falle einer Einschränkung des Rechtes auf das Tragen eines Kopftuches mit den Symbolen anderer Religionen um?

Gegen die Verschleierung muslimischer Frauen gibt es dabei gute Argumente: Read More